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  • HydroHub Fenne

    Das Wasserstoff-Infrastruktur-Projekt im Saarland

    Die Projektskizze für das Wasserstoff-Infrastruktur-Projekt „HydroHub Fenne“, die STEAG gemeinsam mit den Projektpartnern Siemens Energy, dem Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES) und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entworfen und beim Ideenwettbewerb „Reallabor der Energiewende“ des Bundeministeriums für Wirtschaft (BMWi) eingereicht hat, wurde unter 90 Einsendungen ausgesucht und als förderfähig bewertet. Die Bundesregierung will mit den ausgewählten Projekten den Ausbau von Wasserstoff-Technologien und die Etablierung von Sektorenkopplung beschleunigen und zur Marktreife bringen.

    Kernelement des HydroHub ist ein Elektrolyseur mit einer Leistung von 17,5 Megawatt, der am STEAG-Standort Völklingen-Fenne errichtet werden soll. Der dort produzierte grüne Wasserstoff könnte beispielsweise an nahegelegene Stahlunternehmen geliefert und dort als Ersatz für Koks zur Roheisen-Produktion eingesetzt werden. Ebenso kann er dem regionalen Erdgasnetz beigemischt werden und Wasserstoff-Tankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge im Saarland versorgen. Insbesondere die Versorgung des öffentlichen Personennahverkehrs für wasserstoffbetriebene Omnibusse bietet sich an und würde auch den Bürgern im täglichen Leben einen direkten Mehrwert in Form von reduzierten Abgasen in den Städten bieten. Die Wärme, die bei der Erzeugung des Wasserstoffs entsteht, kann in das Netz des Fernwärmeverbunds Saar eingespeist werden. Als weitere Option bietet sich eine zeitversetzte Rückverstromung von Wasserstoff durch Einsatz in hochgradig energieeffizienten GuD-Anlagen an, wenn z.B. Dunkelflaute herrscht.

    Das Projekt hat das finale Planungsstadium bereits seit geraumer Zeit durchschritten, der Startschuss zur Realisierung wurde aber noch nicht gegeben. Ein Grund ist, dass die derzeit zu erwartende Investitionsförderung durch die öffentliche Hand noch unzureichend ist. Denn bei aller Begeisterung für die neue Technologie - die Produktion des klimafreundlichen Energieträgers ist kein ökologischer Selbstzweck. Es muss sich ein Markt entwickeln, auf dem Abnehmer bereit sind, grünen Wasserstoff in so großen Mengen zu ordern, dass Unternehmen wie STEAG die Produktion mit Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg betreiben können.